Depression
Depressiv (lat. deprimere „niederdrücken“) bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zugeordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen (ICD 10) lautet die Krankheitsbezeichnung depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung. Die Diagnose wird allein nach Symptomen und Verlauf gestellt. Zur Behandlung depressiver Störungen werden nach Aufklärung über die Ursachen und den Verlauf der Erkrankung Antidepressiva eingesetzt, aber auch reine Psychotherapie ohne Medikation wie tiefenpsychologische oder verhaltenstherapeutische Verfahren.
Bislang wurden seit dem Jahr 2002 von uns mehr als 1000 leicht bis schwerst depressive Patienten behandelt. Die Erfolgsrate im Sinne einer Besserung liegt bei über 70 Prozent und damit deutlich über dem Bereich deutscher Universitätskliniken. Die rTMS eignet sich auch zur Prophylaxe, also zur Vorsorge bevor eine Depression (wieder) auftritt. In den USA ist die rTMS zur Behandlung depressiver Patienten seit Oktober 2008 zugelassen.
Ein Patientenbericht:
„10 Jahre wurde ich mit Psychotherapie und Antidepressiva behandelt und habe über diese neue Methode über das Internet erfahren.
Die 1. Behandlung mittels TMS empfinde ich nicht unangenehm. Es ist so als ob jemand mit einem Fingernagel leicht auf meinen Kopf schnippt, und zwar dort, wo die Spule platziert ist. Die Spule wird über meinem Kopf platziert, also berührungsfrei. Das Magnetfeld nehme ich als leichtes, wellenförmiges „Etwas“ wahr. Während der Behandlung wird die Spule an verschiedenen Stellen, die sich als günstig erwiesen haben, platziert.
Die 2. Behandlung erfolgt um 19 Uhr am nächsten Tag. Während der 2. Behandlung ist ebenfalls nichts Negatives oder Positives zu erkennen. Allenfalls eine leichte Entspannung in den Beinen; das kann aber auch Einbildung sein. Ich verlasse die Praxis und habe den Eindruck, dass die Luft intensiver riecht. Heute ist erfahrungsgemäß mein schlechterer Tag. Seit Einnahme eines biologischen Präparates (seit 1 Jahr) hat sich ein Rhythmus – einen Tag besser, der nächste Tag schlechter, der nächste wieder besser usw. – herausgebildet.
Die Nacht nach der 2. Behandlung habe ich gut geschlafen. So gut wie seit sehr langer Zeit nicht mehr. Traumlos – ruhig – einfach geschlafen. Ich glaube, ich habe mich nicht mal umgedreht während der Nacht.
Während der 3. Behandlung spüre ich, dass mein Körper sich entspannt. Die Muskulatur in den Beinen bzw. Oberschenkeln entspannt sich. Zwar nur leicht, aber wahrnehmbar. Ich empfinde es als angenehm und auch während der Behandlung fühle ich mich ein bisschen erleichtert. Beim Verlassen der Praxis fällt mir wieder auf, dass alles intensiver riecht und es auch wieder heller ist als beim Betreten der Praxis. Gefühlsmäßig. Ich werde jetzt einmal bewusst darauf achten.
Gestern Morgen war die 4. Behandlung. Ich freue mich inzwischen richtig auf jede Behandlung. Der Effekt ist deutlich spürbar. Ich möchte mehr davon. Die 5. Behandlung tut mir wieder gut. Nach den Behandlungen bin ich wirklich gelöster und entspannter.
Heute war Behandlung Nr. 6 und 7: Die 6. Behandlung war die reinste Wonne. Ich habe regelrecht darin gebadet. Mir sind die Augen zugefallen und ich habe gedacht: „Lieber Arzt, vergiss mich hier drin". Ich habe noch nichts erlebt, was mir innerlich so gut getan hat. Es war absolute Entspannung und ich bin fast vom Stuhl gerutscht. Es war einfach nur Ruhe in mir.“
Aktuelle Studien zu rTMS bei Depression:
- Long-term follow-up of adolescents with resistant depression treated with repetitive transcranial magnetic stimulation
- Cerebral blood flow in the ventromediall prefrontal cortex correlates with treatment response to low-frequency right prefrontal repetitive magnetic stimulation in the treatment of depression
- Cerebral blood flow ratio of the dorsolateral prefrontal cortex to the ventrolateral prefrontal cortex as a potential predictor of treatment response to transcranial magnetic stimulation in depression
- Efficiacy of adjunctive high frequency repetitive transcranial magnetic stimulation of left prefrontal cortex in depression: a randomized sham controlled study
- Chronic repetitive transcranial magnetic stimulation increases hippocampal neurogenesis in rats
- Efficacy and safety of transcranial magnetic stimulation in the acute treatment of major depression: a multisite randomized controlled trial
- HF-rTMS treatment decreases psychomotor retardation in medication-resistant melancholic depression
- Treatment of vascular depression using repetitive transcranial magnetic stimulation
- Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation (rTMS) in the treatment of panic disorder (PD) with comorbid major depression
- Positive predictors for antidepressive response to prefrontal repetitve transcranial magnetic stimulation (rTMS)
- Repetitve transcranial magnetic stimulation treatment of comorbid posttraumatic stress disorder and major depression
- Antidepressant mechanism of add-on repetitive transcranial magnetic stimulation in medication-resistant depression using cerebral glucose metabolism
- Accelerated repetitive transcranial magnetic stimulation for treatment-resistant depression
- Transcranial magnetic stimulation for the treatment of depression: feasibility and results under naturalistic conditions: a retrospective analysis
- The impact of left prefrontal repetitive transcranial magnetic stimulation on depression in Parkinson´s disease: A randomized, double-blind, placebo-controlled study
- Clinical predictors associated with duration of repetitive transcranial magnetic stimulation treatment for remission in bipolar depression: a naturalistic study
- Long-term efficiacy after acute augmentative tepetitive transcranial magnetic stimulation in bipolar depression: a 1-year follow-up study
- Durability of clinical benefit with transcranial magnetic stimulation (TMS) in the treatment of pharmacoresistant major depression: assessment of relapse during a 6-month, multisite, open-label study